Fahrradreparatur

Ich lernte unlängst etwas über Fahrräder: Reifen, also die Mäntel, gehen kaputt wenn man den Schlauch nicht stark genug aufpumpt. Eigentlich logisch und viele Leute lernen das als Kind, mich hat diese Erkenntnis einen neuen Reifen gekostet. Was stark genug bedeutet, ist dabei vom Hersteller aufgedruckt.

INFLATE TO MIN 3.5 BAR (50PSI) - MAX 5.0 BAR (85PSI)

INFLATE TO MIN 3.5 BAR (50PSI) - MAX 5.0 BAR (85PSI)

Laut Fahrradhändler sollte man den Luftdruck alle zwei Wochen kontrollieren. Habe mir daher eine Luftpumpe mit Manometer gekauft (kostet weniger als ein neuer Reifen) und mir einen wöchentlichen Termin in meinen Kalender eingetragen. Ich kann das empfehlen.

Außerdem weiß ich jetzt, warum ich mir früher so langsam vorgekommen bin — mit höherem Druck kommt man spürbar leichter voran, weil damit weniger Energie das Rad verformt und dafür mehr antreibt…

Da fällt mir noch eine Reparatur ein: Letztens hat mir jemand das Kabel vom Dynamo zum Rücklicht abgerissen. Ich fand zwar, dass Leute sowas nicht machen sollten, hatte aber jetzt dennoch das Problem, ein neues kabel durch den Rahmen zu fädeln. Das hat lange gedauert, aber ich habe es geschafft…

Hierzu kann ich folgendes Vorgehen empfehlen: Das Kabel vorne reinstecken, das ganze Fahrrad hochkant halten und so lange zu schütteln, bis das Kabelende hinter der anderen Rahmenbohrung baumelt. Dann kann man es mit einer Klemmprüfspitze (in manchen Kreisen auch Hirschmänner genannt) relativ bequem greifen. Mit den Dingern habe ich gute Erfahrungen gemacht im Gegensatz zu Pinzetten (Kabel rutscht ab) oder Zangen (kann in der Bohrung nicht weit genug geöffnet werden, um etwas zu greifen).

Klemmprüfspitzen ("Hirschmänner")

Klemmprüfspitzen ("Hirschmänner")


Entgegen meiner Gewohnheit habe ich die Aktion leider nicht fotografiert, daher jetzt lediglich ein Symbolbild von Klemmprüfspitzen…

Wenn jemand eine einfachere, bessere, schnellere Methode kennt, bin ich für einen Kommentar dankbar. Sonst natürlich auch.

Posted in Sonstiges | Leave a comment

Android, Tine 2.0 und ein funktionierender ActiveSync-Abgleich mit all-inkl.com

Dieser Blogartikel ist ein wenig technischer als die letzten…

Wer Adressbuch und Kalender eines Smartphones ohne mit einem eigenen Server, also nicht Google, abgleichen will und dabei auf Probleme stößt, kann hier vielleicht etwas nützliches erfahren.
Vor allem, wenn Tine 2.0 nicht “it works!” sagt und die .htaccess so jetzt einfach stimmen muss.

Andernfalls ist dieser Artikel vielleicht nicht ganz so spannend… :-)

Continue reading

Posted in Technik | Tagged | 6 Comments

Ein guter Rat fürs Leben: Sich mit Fotografen gutstellen

Habe gerade die knapp 1400 Bilder vom Markustheater letzter Woche fertig sortiert.

Da ich eher selten Menschengruppen fotografiere, ist mir mal wieder aufgefallen, wie schwer es ist, im richtigen Augenblick gut auszusehen. Es gibt Naturtalente, die im richtigen Leben unscheinbar wirken können, aber auf Bildern richtig gut rauskommen.

Das Gegenbeispiel findet sich leider viel häufiger. Die meisten Menschen schneiden beim Reden die seltsamsten Grimassen, haben dauernd die Augen zu und gestikulieren wild. Hochintelligente, seriöse Sympathieträger gleichen dabei schnell Witzfiguren. Als Fotograf bleibt einem eigentlich nur übrig, möglichst viele Bilder zu machen und alle zu löschen, auf denen Leute wie Idioten aussehen. Die Auswahl entscheidet wirklich alles.

Fazit: Man sollte sich nur von Leuten ablichten lassen, die einem wohlgesonnen sind…

Posted in Sonstiges | Leave a comment

Veranstaltungstipp: Das Markus-Experiment

Wer am 23. oder 24. Mai in Mainz sein kann, sollte sich unbedingt die Theateraufführung unserer smd-Gruppe ansehen!

Das Markus-Evangelium der Bibel hat ein Thema: “Wer ist Jesus?”. Das Markus-Experiment ist eine Live-Aufführung davon in 90 Minuten. Sie ist schnell, spannend und erfrischend modern-direkt, bleibt der Vorlage aber dabei stets treu.

Die Idee kommt aus England und wurde auch in einigen deutschen Städten bereits erfolgreich umgesetzt. Hier ist ein Bericht aus Marburg.

Ungefähr 30 Schauspieler und Helfer sind jetzt seit Wochen fleißig dabei, das Markus-Experiment auch nach Mainz zu holen und es lohnt sich definitiv, nächsten Montag oder Dienstag dabei zu sein.


Das geht sowohl am Montag dem 23.05.2011, als auch am Dienstag dem 24.05.2011 um 19:30 Uhr.

Aufführungsort ist der schönste Raum der Mainzer Uni, nämlich das Atrium Maximum in der Alten Mensa. Hier ist ein Lageplan.

Die Aufführungen sind an beiden Tagen identisch und der Eintritt ist frei.

Posted in Sonstiges | Leave a comment

Der Stress mit der richtigen Betonung

Der Ton macht die Musik. Die Melodie macht aber auch die Sprache. Erst die Betonung auf den richtigen Stellen lässt ein Wort richtig klingen. Ansonsten ist man bei synthetisch anmutenden “Roboterstimmen”, die von den meisten Leuten als unnatürlich empfunden werden.
Beim Lernen neuer Wörter sollte man daher darauf achten, auf welche Silben der Stress, also die Betonung hingehört.

Dazu gibt es zwei Hilfsmittel. Zum einen stellen Wörterbücher die Aussprache jedes Wortes in Lautschrift dar, meistens im IPA-System. Hier markiert ein kleiner Strich oben ( ˈ – ähnlich Apostroph), dass die direkt nachfolgende Silbe am stärksten betont wird, also hier der Haupt-Stress liegt. Mehrsilbige Wörter können darüber hinaus kleine Striche unten ( ˌ — ähnlich Komma) enthalten, die “Nebenmaxima der Stresskurve” kennzeichnen.

Falls man nur diese beiden Zeichen kennt, sieht man, dass etwa das Wort becoming /bɪˈkʌmɪŋ/ so betont wird: becoming. Das hätte man im Deutschen auch so gemacht, also wäre die Lernerei für die Katz’.

Ein besseres Beispiel bietet das Gegenteil, also unbecoming. Intuitiv würden viele Deutsche hier unbecoming sagen, was allerdings nicht englisch ist. Im Gegensatz zur Intuition sagt die IPA-Notation nämlich /ˌʌnbɪˈkʌmɪŋ/, also dass der Schwerpunkt auf die dritte Silbe gehört: unbecoming.

Nun, zum Nachschlagen ist dies gut, zum Lernen mit Anki bevorzuge ich das andere Hilfsmittel. Gute Online-Wörterbücher bieten die meisten Wörter korrekt vorgelesen als Audiodatei an, die sich einfach in Anki einbinden lassen.
Auf diese Weise lernt man die richtige Schreibweise durch die Augen (visueller Kanal) und die richtige Aussprache durch die Ohren (akustischer Kanal), was auch irgendwie am natürlichsten klingt.

(Genau genommen lernt man so, Wörter zu lesen. Abschreiben per Hand dürfte die Rechtschreibung vermutlich stärker verbessern)

Die Merkleistung verschiedener Sinneskanäle addieren sich beim Lernen übrigens nicht auf. Diese häufig zitierte Theorie wurde wissenschaftlich widerlegt.

Posted in ESL | Tagged , | Leave a comment